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Geschichte der Datenbank
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Wolfgang Müller zur Entstehungsgeschichte

Nach einer gewerblichen Ausbildung habe ich eine Weiterbildung zum Industriekaufmann absolviert und mich schließlich zum diplomierten Handelsfachwirt qualifiziert.

1987 erhielt ich eine Stelle als Archivangestellter beim Generallandesarchiv Karlsruhe (GLA). 1989 begann ich mit der Bearbeitung familienkundlicher Anfragen, wozu schwerpunktmäßig die Recherchen nach Auswanderern aus Baden gehörten.

Generationen von Mitarbeitern und Archivaren des GLA beschäftigten sich mit der Erfassung und Verkartung der Auswandererakten aus Baden. Die Auswandererakten der Bezirksämter sind nahezu lückenlos ab Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts überliefert, beginnen teilweise vor 1850 oder enden erst nach 1930.

Der größte Teil der Akten enthält jedoch Unterlagen nach 1850. Ab diesem Zeitraum verließen mehr als 500 000 Badener das Land und suchten ihr Glück überwiegend in Nordamerika. Entsprechend den Repertorien der Bezirksämter wurden die Auswandererakten innerhalb der Ämter nach Orten verkartet. Gleichzeitig dazu entstanden alphabetisch nach Familiennamen sortierte Karteien.

Zu Beginn meiner genealogischen Recherchetätigkeit war die Suche nach Auswanderern sehr mühsam und zeitaufwendig. Um die Herkunft eines Auswanderers zu ermitteln, mussten sieben vorhandene Namenskarteien, umfangreiche Sammlungen mit Auswanderernamen, darunter die teilweise verkarteten Listen des Statistischen Landesamtes (1866-1911) und die bisher nicht verkarteten südbadischen Bezirksämter überprüft werden. Unberücksichtigt blieben dabei Tausende von Auswanderern, die im Bestand der Bezirksämter nach Orten verzeichnet waren.

Quellen für Auswanderernamen sind auch die Nachlässe (z.B. "Ade", "Baier"," Wild" und "Badener in aller Welt"). Der Nachlass "Badener in aller Welt" umfasst 36 Archivkartons mit Tausenden von Karteikarten, die nur sehr unvollständig nach Orten sortiert sind. Die meisten Karten sind nach den Zielländern geordnet, so dass sie bei der Suche nach den Herkunftsorten nicht berücksichtigt werden können.

Die Idee einer Datenbank basierte auf dem Vorschlag eines Kollegen, alle genannten Karteien zu einer großen Auswandererkartei zusammenzufügen. Eine manuelle Zusammenfassung der Karteien erwies sich aufgrund der unterschiedlichen Formate und Inhalte als undurchführbar. Die einzig sinnvolle Lösung lag in der elektronischen Erfassung aller zumeist handschriftlich angelegten Karteikarten. Durch sie wurde komfortables Recherchieren und ökonomisches Suchen nach Familiennamen, Herkunftsort, Auswandererjahr oder Zielland erst möglich.

Die Dateneingabe erfolgte ausschließlich von Hand. Technische Unterstützung durch Scannen scheiterte an fehlender geeigneter Handschriftenerkennungssoftware. Bis 1999 verbrachte ich so Tausende von Stunden an unzähligen Abenden mit der Aufnahme der Karteidaten (circa 100 Datensätze/Stunde).

Die aktive und ideelle Unterstützung meiner Lebensgefährtin, der Historikerin Barbara Vogler M.A., half bei der Behebung vielfältiger Schwierigkeiten mit dem PC und der unterschiedlichen Qualität der Karteikarteninhalte. Auch meine Söhne Daniel und Christian gaben kurzfristig Daten ein.

So hatten wir 1998 bei der Veröffentlichung der württembergischen "Glatzle-Datei" bereits die "Schallmauer" von 200000 Datensätzen überschritten.

Die positive Resonanz auf deren Installierung im Internet führte dazu, dass auch die badische Auswandererdatei ins Blickfeld des Interesses geriet. Durch die dankenswerte Unterstützung von Herrn Prof. Wegmann und seinen Mitarbeitern, insbesondere Frau Jonk, wurde unsere Datenbank aus ihrer bisherigen Form gelöst und der Struktur der Internet-Datenbank von Herrn Glatzle angepasst. Die nun als Baden-Württembergische Auswandererdatenbank Glatzle-Müller bezeichnete Datenbank ist jetzt gemeinsam im Internet weltweit abrufbar.

Ich möchte unsere badische Auswandererdatei in den mir noch verbleibenden Jahren meiner Berufstätigkeit im GLA weiter durch die Eingabe bisher nicht erfasster Auswandererakten aktualisieren und ergänzen. Nahezu unlösbar scheint mir jedoch die Aufgabe zu sein, alle Auswandererdaten an Hand der Bezirksamtsakten zu überprüfen und zu vervollständigen.

Karlsruhe, den 3. Dezember 2001

gez. Wolfgang Müller












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