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Johann August Sutter

"Der Kaiser von Kaliforniern"
Geburtshaus von J. Sutter; Alte Papiermühle in Kandern
Staatsarchiv Freiburg B 725/14 Nr. 2

Geburtshaus von J. Sutter: Alte Papiermühle in Kandern,
Staatsarchiv Freiburg B 725/14 Nr. 2


Johann August Sutter, 1803 in Kandern geboren, wanderte 1834 unter dem Druck zahlreicher Gläubiger in die Neue Welt aus. Nach mehreren Jahren als Abenteurer in den endlosen Weiten des Westens gelangte er 1839 nach Kalifornien, wo er am Rio Sacramento die Kolonie Neu-Helvetien gründete. Vom mexikanischen Gouverneur als Repräsentant der Obrigkeit eingesetzt, erwarb Sutter in der Folgezeit umfangreichen Grundbesitz und mehrte seinen Reichtum. Stolz nannte man ihn den "Kaiser von Kalifornien". Als im Jahre 1848 auf seinen Besitzungen Gold gefunden wurde und binnen weniger Monate zehntausende von Goldsuchern ins Land strömten, wurde der Besitz Sutters in kurzer Zeit beträchtlich geschmälert. Langwierige Prozese um den Nachweis der Rechtmäßigkeit seines Besitzes führten ihn in den wirtschaftlichen Ruin, so dass er auf die Unterstützung seines Sohnes angewiesen war. Am 18. Juli 1880 starb Sutter verarmt und verbittert in Washington. Stefan Zweig hat ihm mit der Skizze "Die Entdeckung Eldorados", in seinen Essayband "Sternstunden der Menschheit" aufgenommen, ein bleibendes literarisches Denkmal gesetzt.

Literatur

Zu Johann August Sutter: Stefan Zweig, Sternstunden der Menschheit, Berlin/Frankfurt 1949, S.129-139; neuere Auflagen im Buchhandel verfügbar.